Restorative Circles

Eine Moderationsform für Direkt- und Indirekt-Betroffene

Restorative Circles sind eine Moderationsform für Konfliktsituationen innerhalb einer Gemeinschaft oder eines Teams. Sie schaffen den Rahmen, in dem die Konfliktbeteiligten und indirekt Betroffenen Gehör finden und sich der Auswirkungen ihrer Handlungen bewusst werden.

Der Begriff Restorative Circles bezeichnet einen Konfliktlösungsansatz, welcher von Dominic Barter mit Jugendlichen in den Slums von Rio de Janeiro entwickelt wurde. In einer komplexen Wirklichkeit sind mehr als zwei Personen (nicht nur Opfer und Täter) für einen Konflikt verantwortlich.

Vorgehensweise

Die von einem Konflikt betroffenen Personen nehmen an einem Kreisgespräch (Circle) teil. Die Gesprächsleitung führt die Beteiligten mit einfachen Fragen dahin, sich der Auswirkungen der eigenen Handlungen bewusst zu werden und schrittweise Verantwortung dafür zu übernehmen. Im Fokus der anschliessenden Lösungsfindung steht die Wiedergutmachung des entstandenen Schadens und die Wiederherstellung (Restorative) der sozialen Beziehungen.

Anwendungsbereiche

Restorative Circles eignen sich für den Umgang mit Sachbeschädigung, Diebstahl, Beleidigungen, Gewalt oder Mobbing. Gleichzeitig bieten Restorative Circles auch die Möglichkeit, weitere betroffene Personen wie z.B. Eltern, SozialarbeiterInnen oder den Hausdienst mit einzubeziehen.

Prospekt Restorative Circles in Schulen (PDF-Download)